Unerträglicher nächtlicher Lärm beim Abriß der Brücke B 273

Veröffentlicht am 17.07.2010 in Verkehr

Am 12.07.2010 gegen 23 Uhr wurden die Anwohner um die Brücke der B 273 aus ihren Schlaf gerissen. Für die meisten Anwohner ohne Vorwarnung, da die Baufirma, die Auflage der rechtzeitigen Benachrichtigung aller betroffenen Bürger im Umkreis von einem Kilometer, nicht in vollem Umfang erfüllt hatte. Der Lärm war unerträglich, zumal die derzeitigen Temperaturen jeden dazu veranlassen, die Fenster Nachts zu öffnen. Auf Initiative von mir und unserer Amtsärztin mit Unterstützung von Reinhold Dellmann wurde der Landesbetrieb für Straßenwesen, welcher der Bauherr ist, mit den Baufirmen und der NEB um eine Aussprache gebeten. Diese war am 15.07.2010 im Rathaus Wandlitz. Zuvor hatte bereits der Bürgermeister, Udo Tiepelmann, den Landesbetrieb aufgefordert unter Nutzung aller Möglichkeiten für Veränderung zu sorgen. An der Aussprache nahmen weiterhin teil Herr Musewald (Ortsvorsteher Wandlitz), Frau Müller (Ordnungsamt) und die Polizei. Etwa 70 Anwohner beteiligten sich rege an der Aussprache, welche aufzeigte wie beträchtlich doch die Belastung für alle ist. Die Bürger bestanden auf ein Angebot, wie diese Arbeiten für die Anwohner erträglicher gestaltet werden könnten. Am Ende hat man sich darauf geeinigt, den Vorschlag einer zeitweiligen Unterbrechung des Bahnverkehrs außerhalb des Berufsverkehrs zu prüfen und das Ergebnis bis zum 20.07.2010 mitzuteilen. Darüber hinaus will der Landesbetrieb die Genehmigung zum nächtlichen Bauen den Anwohnern noch am Freitag zur Verfügung stellen, denn eigentlich hatten sich der Bauherr und die Baufirma wohl nichts vorzuwerfen, da ja eine Genehmigung erteilt wurde. Es stellte sich jedoch heraus, das die Umweltbehörde in Schwedt ohne Kenntnis der Örtlichkeit die Genehmigung erteilt hatte. Ob Auflagen nicht erfüllt wurden, werden wir jetzt genau prüfen. Die Anwohner haben auch deutlich gemacht, dass bei keiner zufriedenstellenden Lösung, auch das Erwirken einer sofortigen Baueinstellung in Betracht gezogen wird. Zwischenzeitlich hat die Gemeinde mit ihren Mitteln reagiert, um Staubbeeinträchtigungen zu mildern (Bewässern des Pittweges) und die nächtlichen Durchfahrt von LKW in der Bernauer Chaussee zu verhindern (nächtliches Fahrverbot).
Der Landesbetrieb hat angezeigt, dass durch unvorhersehbaren Behinderungen im Ablauf, sich die Bautätigkeit weiter verzögern wird. Man ist bestrebt die Bauarbeiten bis Weihnachten diesen Jahres abzuschließen.
Die Polizei rief zur Besonnenheit der Bürger auf, da es bereits zu Angriffen gegenüber den Bauarbeitern gekommen war. Dies kann keine Lösung sein.
Jörg-Peter Rosenfeld

 
 

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