Besser pendeln im Barnim - SPD diskutiert Entwurf des Landesnahverkehrsplans

Veröffentlicht am 15.11.2017 in Unterbezirk

Foto: © Steffi Schneemilch/ SPD Barnim

Eberswalde. Am vergangenen Freitag, den 10.11.2017 tagte turnusmäßig der Unterbezirksparteitag der SPD Barnim.

Breiten Raum nahm die Diskussion über den Entwurf des Landesnahverkehrsplanes ein. Eigens dafür war auch die Staatssekretärin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Ines Jesse (SPD) angereist.

Die Ergebnisse der Diskussion fasste Daniel Kurth, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Barnim wie folgt zusammen:

„Der Schienennahverkehrsplan wird den Bedürfnissen der tausenden Pendler aus dem Barnim nicht ausreichend gerecht. Wichtige, lang bekannte Forderungen und infrastrukturelle Maßnahmen wie der 30-Minuten-Takt des RE 3 und der geforderte 10-Minuten-Takt der S-Bahn ab Bernau finden bisher ebenso wenig Berücksichtigung wie WLAN-Anbindung in den Zügen oder der verstärkte Halt in Biesenthal.“

Begrüßt wurde, dass der überarbeitete Landesentwicklungsplan weniger Beschränkungen für die Entwicklung der Gemeinden enthält. Allerdings müssten aus der Entscheidung zum Ausbau von Entwicklungsachsen Richtung Werneuchen bzw. Wandlitz auch eine Anpassung der dortigen infrastrukturellen Anbindung nach Berlin folgen.

Die Beiträge weiterer Rednerinnen und Redner fasste Kurth wie folgt zusammen: „Es herrschte Einigkeit: Wir brauchen zügig Verbesserungen für die Pendlerinnen und Pendler, nicht erst in 10 Jahren. Dazu müssen schnell konkrete Maßnahmen angepackt werden. Nur so kann man der enormen Nachfrage gerecht werden und den wünschenswerten Zuzug in das Berliner Umland unterstützen. Wachsen werden wir von alleine! Nun gilt es dies mit entsprechender Infrastruktur zu untermauern. Die derzeitigen Planungen greifen erst ab 2025. Das dauert zu lange. Die Züge fahren nach wie vor zu selten, sind entschieden zu kurz und bieten immer noch nicht durchgängig mobiles Internet. So bieten wir den Menschen vor Ort keinen bequemen und zumutbaren Weg zur Arbeit, zur kulturellen oder touristischen Teilhabe oder einfach nach Hause.“

Die Staatssekretärin Jesse nahm alle Anregungen auf und warb für das öffentliche Beteiligungsverfahren des Ministeriums. Bis zum 4. Dezember 2017 können sich Bürger und Bürgerinnen, Institutionen, Kommunen oder Gemeinden zu dem Entwurf äußern. Die Barnimer Genossinnen und Genossen arbeiten dazu an einer offiziellen Stellungnahme. Hier sind bereits viele verkehrstechnische Ideen konkret beschrieben.

„Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Entweder direkt beim Ministerium, oder gern auch mit Mitteilungen an uns. Dazu lade ich ein. Gern per Post oder im Internet unter ub-barnim@spd.de“ teilte Kurth abschließend mit.

 
 

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