Windenergie beflügelt die deutschen Exporte

Veröffentlicht am 19.01.2006 in Umwelt

Hoher Anteil am stark wachsenden Weltmarkt. Die deutschen Hersteller von Windkraftanlagen freuen sich eines weltweiten Booms, der die Sättigungstendenzen im Inland kompensiert. Dank der Technologieführerschaft konnten im letzten Jahr 2,2 Mrd. Euro und damit jeder zweite Euro im Ausland verdient werden.

Die weltweite Verteuerung der fossilen Energieträger und das damit steigende Bewusstsein für die Vorteile eines breiten Energiemix, zu dem auch einheimische und erneuerbare Energiequellen gehören, ist ein Glücksfall für die deutsche Windkraft-Industrie. Nachdem Deutschland in den neunziger Jahren der Pionier und Spitzenreiter bei der Förderung der Stromerzeugung durch Windkraft gewesen war, haben in jüngerer Zeit zahlreiche andere Staaten mit ähnlichen Programmen nachgezogen. Von dem dadurch ausgelösten Nachfrageboom nach Windkraftanlagen vermag nun die deutsche Industrie dank ihrem Technologievorsprung zu profitieren. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie der Bundesverband Windenergie am Dienstag in Berlin ausführten, konnte die Branche im letzten Jahr die Hälfte ihrer Anlagen ins Ausland verkaufen, womit sie inklusive Zulieferer auf einen Umsatz von rund 4,4 Mrd. Euro kam, davon stolze 2,2 Mrd. im Exportgeschäft. Rund 45 000 Arbeitsplätze inklusive Betrieb hängen gemäss den Angaben an der Windenergie.

Das beste erhoffte Szenario
Diese günstige Entwicklung, die Optimisten stets als ein zentrales Argument für die Milliarden verschlingende Förderung der Windkraft vorbrachten, hätte unter weniger glücklichen Vorzeichen aber auch in einem Desaster enden können. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht die Zwangsabnahme von Strom aus Windkraftanlagen und anderen erneuerbaren Quellen zu überhöhten Preisen vor, wodurch vor rund zehn Jahren ein künstlicher Boom bei den Windkraftanlagen ausgelöst wurde. Doch seit dem Spitzenjahr 2002 stösst Deutschland an Sättigungsgrenzen, weil die wind- und kostengünstigsten Standorte knapper werden, aber auch weil in immer mehr Kommunen politischer Widerstand gegen die auffälligen und stets höher werdenden Windräder erwacht ist. Im letzten Jahr wurden noch Anlagen mit 1800 MW Leistung neu installiert, das waren 11% weniger als im Vorjahr und 43% weniger als 2002 (vgl. Grafik). Da die Anlagen wegen des technischen Fortschritts immer grösser und leistungsfähiger werden, ging die Zahl der Neuinstallationen gar um mehr als die Hälfte zurück. Für die nächsten Jahre rechnet die Branche mit weiter sinkenden Zahlen.

Rosige Aussichten
Diesen Einbruch hat allerdings die weltweite Nachfrage, die 2005 gemäss den Verbänden um 23% auf über 10 Mrd. Euro bzw. 10 000 MW neu installierter Leistung gestiegen ist, just zum richtigen Zeitpunkt kompensiert. Damit kann sich die deutsche Industrie glücklicherweise weiterhin über voll ausgelastete Kapazitäten freuen; in manchen Zuliefermärkten machen sich gar schon Engpässe bemerkbar. Die USA haben im letzten Jahr dank einem bis 2007 laufenden Förderprogramm mit 2500 MW neu installierter Leistung Deutschland als Spitzenreiter abgelöst, auf dem zweiten Platz lag knapp vor Deutschland Spanien mit 1850 MW. Aber auch in Ländern wie Grossbritannien, Indien (600 MW) oder China habe die Nachfrage kräftig angezogen.
Die Branche zeichnet weiterhin rosige Perspektiven. Selbst in Deutschland wuchs die installierte Leistung 2005 noch mit einer Rate von 11%, und die Ersetzung älterer durch moderne und grössere Anlagen verspricht weiteres längerfristiges Potenzial. Mit 18 400 MW per Ende 2005 könnte in einem durchschnittlichen Windjahr theoretisch 6,5% des deutschen Stromverbrauchs durch Windenergie gedeckt werden, mit steigender Tendenz. Weltweit rechnet die Branche mit einer Verdoppelung der installierten Leistung in den nächsten fünf Jahren. Zudem soll in einigen Jahren, nach Überwindung technischer und administrativer Probleme, der Bau von riesigen Offshore-Anlagen in der Nord- und Ostsee mit 3 bis 5 MW Leistung pro Windrad anlaufen.

Quelle: NZZ; 18.01.2006
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