NPD leistet in Brandenburg gezielte Aufbauarbeit

Veröffentlicht am 17.01.2007 in Allgemein

Potsdam (ddp-lbg). Die NPD leistet nach Einschätzung von SPD-Generalsekretär Klaus Ness gezielte Aufbauarbeit in Brandenburg.
Die rechtsextreme Partei wolle die derzeit noch im Landtag vertretene DVU beerben, sagte Ness am Dienstag in Potsdam. Brandenburg sei quasi eingekesselt von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, wo die NPD bereits in der Länderparlamenten vertreten sei. Die Aktivitäten der NPD sollten genau beobachtet werden, denn sie sei die rechtsextremste aller Parteien. Dagegen sei die DVU ein «Langweilerhaufen». Von der NPD gehe eine ernste Bedrohung aus.

Aus Sicht von Ness passen jüngste Berichte über einen möglichen Immobilienkauf des bekannten Hamburger Neonazis und NPD-Vorstandsmitglieds Jürgen Rieger in der Prignitz in das Kalkül der NPD. Zwar habe die NPD ein angebliches Interesse zur Einrichtung eines Schulungszentrums im Plattenburger Ortsteil Kleinow dementiert.
Doch habe sich Rieger offenbar über die Immobilie informiert. Denn er habe immerhin gewusst, dass es sich um angeblich asbestbelastete Häuser handele.
SPD-Fraktionschef Günter Baaske bewertete den Protest der Kleinower gegen die Einrichtung eines NPD-Schulungszentrums als wichtiges Signal. Die Kleinower setzten unabhängig davon, ob an den Plänen etwas dran sei, ein Zeichen gegen den Rechtsextremismus.

 
 

 

 

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