MOZ: Eberswalder SPD ist weiter geschrumpft

Veröffentlicht am 14.11.2008 in Ortsverein

Eberswalde (GMD) - Peter Kikow hatte den Anfang gemacht. Vor 18 Jahren Mitbegründer der SPD in Eberswalde, verließ der 63-Jährige im Juli die Partei - im Streit. Der Ortsverein hatte den Fraktionsvorsitzenden auf den Listen für die Kommunalwahlen nicht berücksichtigt.

Bis Anfang November sind nun sieben weitere Mitglieder des Ortsvereins gegangen. Ebenfalls im Groll, so sieht es Daniel Kurth (35), der Ortsvorsitzende. "Weil Kikow nicht mehr als Kandidat aufgestellt wurde", jedenfalls habe so das Argument der wenigen gelautet, die ihm die Abgabe des Parteibuchs persönlich begründet hätten.

Als "sehr schweren Schritt" bezeichnet Marina Pippel ihren Austritt. Mehr will die langjährige Stadtverordnete und Mitarbeiterin der SPD-Geschäftsstelle dazu nicht sagen. Jürgen Kumm, einer der Dienstältesten der Stadtverordneten in der SPD-Fraktion und nach Kikow deren Vorsitzender, kehrte der Partei im Oktober den Rücken. "Ich habe mich da nicht mehr zu Hause gefühlt", erklärt er. Ein Neuanfang ohne Intrigen sei nicht möglich gewesen, auch wenn es nach wie vor "aufrechte Menschen in der SPD in Eberswalde" gebe. Sein Mandat nahm Kumm mit und sitzt nun für die Freien Wähler bei den Stadtverordneten. Auch für Thomas Gelhaar, einem der acht Abtrünnigen, gaben "Unehrlichkeit und Intrigen untereinander den Hauptausschlag". Die Konflikte macht er zwischen einer Fraktion jüngerer Leute und Älteren, die schon viel geleistet haben, aus. "Der Kern, der die Arbeit gemacht hat, ist jetzt eigentlich weg." Sandro Borchert, ehemals Stadtverordneter, pflichtet Gelhaar bei: "Im Grunde gibt es keinen Ortsverein mehr. Zu den Versammlungen kommt kaum noch einer."

Daniel Kurth stellt das anders dar. Bedauerlich seien die Austritte auf jeden Fall, sagt der Stadtvorsitzende. "Natürlich fehlt uns durch jeden Kommunalpolitiker, der geht, ein Stück Erfahrung." Parteiarbeit bleibe deshalb aber nicht liegen. "Die Stimmungslage ist gut. Wir sind ein engagiertes Team." Sogar Parteimitglieder, die jahrelang nicht mehr zu Versammlungen gekommen waren, brächten sich nun wieder ein. 51 Mitglieder habe der Ortsverein aktuell. "Und wir haben auch Neueintritte", so Kurth.

Unterstützung für die Eberswalder kommt nun auch von Kreisebene. "Die Auswirkungen der Spaltung - initiiert durch die Person Peter Kikow - haben wir ja auch bei der Kommunalwahl gespürt", sagt Petra Bierwirth, SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag. Ordentlich sachliche Arbeit sei nicht mehr möglich gewesen. "Das sehe ich jetzt aber gegeben", so die Bundestagsabgeordnete - "so schmerzhaft die Austritte auch sind." Nun gehe es darum, dass der Ortsverein wieder und nach vorn arbeitet. Die Barnim-SPD wolle den Parteikollegen dabei "helfend unter die Arme greifen".

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