Mit Barumtaler einkaufen

Veröffentlicht am 25.03.2006 in Kommunalpolitik

Joachimsthal (MOZ) Ein Glas Bio-Joghurt 1,50 Euro oder 1,30 Barumtaler. Bockwurst mit Brötchen 1,10 Euro oder ein Barumtaler. Ein Silberring 59 Euro oder 57 Barumtaler. So könnten bald in Barnimer und uckermärkischen Geschäften Waren ausgepreist sein. Mit der Einführung der Regio-Währung wollen die Initiatoren Geschäftsleben und Unternehmertum zwischen Schwedt und Eberswalde fördern. Ein erster Schritt ist der "Wirtschaftsring", der jetzt aus der Taufe gehoben wurde.

"Zwei Sorten Geld nebeneinander - das ist überhaupt kein Problem. Das kriegt man in der Kasse hin", flüsterte Ralf Ortlieb aus Althüttendorf. "Bei der Euro-Einführung hat‘s ja auch funktioniert." Und so ist der Fleischermeister nicht nur optimistisch in puncto Regionalwährung. Er hofft auch auf positive Effekte, auf mehr Aufträge und höhere Umsätze. Keinen gigantischen Anstieg, aber einen in der Kasse sichtbaren.

Auf dem Weg zum Regio-Geld sind die Initiatoren, die Kommunität Grimnitz und der Verein Barnim-Uckermark Regional, einen großen Schritt vorangekommen. Auch dank des Engagements der Sparkasse Barnim. Vorstand Josef Keil stellte jetzt Entwürfe für die Euro-Alternative vor: Fünf- und Zehn-Barumtaler-Scheine. Auf der Vorderseite sind Schloss Boitzenburg (10 Barumtaler) und Hebewerk Niederfinow (5 Barumtaler) zu sehen. Die Rückseiten haben jeweils das Kloster Chorin als Motiv. Die Scheine werden so gefertigt, dass sie "einem normalen Kopiervorgang widerstehen", erklärte Keil. Sie haben eine fortlaufende Nummerierung und sie seien reißfest. Die Kosten für die Produktion belaufen sich bei 50 000 Noten auf etwa 1000 Euro.

Als Umtauschkurs schlug der Sparkassenchef 95 Barumtaler für 100 Euro vor. "Die fünf Euro fließen dann in einen guten Zweck." Auch beim Rücktausch (Barumtaler in Euro) sollte eine Gebühr erhoben werden. Über die Höhe der Abschläge könne man freilich noch diskutieren. "Der Rücktausch muss aber jederzeit sichergestellt sein." Laut Keil bietet das System eine "dreifache Gewinnsituation". Es profitieren die Einzelhändler und die Kunden (über eine attraktive Preisgestaltung) sowie der "gute Zweck".

Der Banker hält die Regio-Währung für erfolgversprechend. "Nach einer Studie, die unser Haus mal gemacht hat, fließen jeden Monat allein Millionen Euro in Versandhäuser." Hinzu kommen jene Summen, die z. B. beim "Event"-Einkauf in Berlin gelassen werden. Der Barumtaler sei ein Mittel, um die Kunden zu animieren, stärker als bisher "das Geld, das sie hier verdienen, auch hier auszugeben". Wobei es natürlich auch Austausch geben müsse. Auf die Frage, wie viele Händler sich beteiligen müssten, damit es funktioniert, erklärte Volkswirt Dietmar Fischer: "Auf alle Fälle sollten die ,Waren des täglichen Bedarfs‘ vertreten sein, also Lebensmittel, Bäcker, Fleischer, aber auch Dienstleister wie Frisöre." Je mehr, desto besser. Bislang gebe es 40 bis 50 Interessenten. "Ich denke, das ist tragfähig."

Während das Regio-Geld noch ein bisschen auf sich warten lässt, gibt es den leistungsgedeckten Austausch ab sofort (Verrechnungseinheit "uns") - im "Wirtschaftsring". In den Vorstand wurden gewählt: Heike Becker, Annedore Rabe und Hans-Jürgen Fischbeck.

Quelle: Märkische Oderzeitung; Autorin: Viola Petersson; 24.03.2006

Weitere Infos unter:wirtschaftsring-barum.de

 
 

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