MAZ-Umfrage: Linke verliert deutlich/ Absage an Neuwahlen

Veröffentlicht am 03.12.2009 in Allgemein

Potsdam - Die rot-rote Koalition in Brandenburg, die wegen mehrerer Stasi-Fälle bei den Linken in schweres Fahrwasser geraten ist, muss in der Wählergunst leichte Verluste hinnehmen, hat aber nach wie vor eine deutliche Mehrheit. Das geht aus einer Meinungsumfrage von Infratest dimap im Auftrag von Märkische Allgemeine und „Brandenburg aktuell“ des RBB hervor. Befragt wurden am 1. und 2. Dezember 1000 Wahlberechtigte.

Die SPD von Ministerpräsident Matthias Platzeck verliert gegenüber der Landtagswahl am 27. September zwei Prozentpunkte. Sie ist mit 31 Prozent aber weiterhin klar stärkste Kraft im Land. Platzeck hatte sich nach der Wahl für die Linke als Koalitionspartner entschieden. Bis dahin hatte die SPD zehn Jahre lang mit der CDU regiert.

Die jüngsten Stasi-Enthüllungen haben im Gegensatz zur SPD offenbar den Linken geschadet. Die Partei verliert gut vier Prozentpunkte und muss mit 23 Prozent ihren bisherigen zweiten Platz im Land an die CDU abgeben. Die Partei von Landeschefin Johanna Wanka kommt auf 25 Prozent und kann gegenüber der Landtagswahl (19,8 Prozent) am meisten zulegen. Zuletzt lag die CDU bei einer Umfrage von Infratest im März 2004 vor der Linkspartei/PDS. Die FDP, die bei der Landtagswahl auf 7,2 Prozent kam, bleibt stabil bei sieben Prozent, die Grünen (5,7 Prozent) legen leicht zu und erreichen sieben Prozent.

Die rot-rote Koalition hat nach der Umfrage mit 54 Prozent weiterhin eine deutliche Mehrheit. CDU, FDP und Grüne, die im Landtag seit der Wahl eine „Jamaika-Opposition“ bilden, kommen auf 39 Prozent der Stimmen.

Rückenstärkung erhalten SPD und Linke von einer Mehrheit der Brandenburger für ihr Festhalten an der rot-roten Koalition – trotz der jüngsten Stasi-Fälle. 52 Prozent sagen, Rot-Rot soll weiterregieren und das Stasi-Thema konsequent aufarbeiten. Eine Absage erhält die aktuelle Forderung von FDP und Teilen der CDU nach Neuwahlen. Nur knapp ein Viertel (24 Prozent) der Brandenburger plädiert für die Auflösung des Landtags und einen erneuten Urnengang. Lediglich 16 Prozent wollen, dass die SPD die Koalition mit den Linken beendet.

Dass Rot-Rot weiterregieren und das Stasi-Thema aufarbeiten soll, sagen auch fast jeder zweite FDP-Anhänger (48 Prozent), 30 Prozent der CDU-Anhänger und sogar 62 Prozent der Grünen-Sympathisanten. Die Forderung nach Neuwahlen ist am stärksten unter CDU-Anhängern (38 Prozent) und FDP-Anhängern (32 Prozent) ausgeprägt. Am wenigsten wollen SPD-Anhänger (15 Prozent), Grünen-Anhänger (14 Prozent) und Linken-Anhänger (8 Prozent) Neuwahlen.

In der Bewertung einer rot-roten Koalition hat sich gegenüber der September-Umfrage, die vor der Wahl stattfand, nicht viel verändert. Nach wie vor sind 42 Prozent der Meinung, Rot-Rot ist für Brandenburg „gut bzw. sehr gut“. 48 Prozent sehen das genau anders. Im September waren es noch 53 Prozent.

 
 

 

 

Daniel Kurth (MdL)

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