Hartz IV-Mahnwache vor Grundsicherungsamt Angermünde

Veröffentlicht am 07.03.2007 in Veranstaltungen

Foto: Ingo Waliogora, Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau e.V. Angermünde

Mit einer Mahnwache vor dem Grundsicherungsamt in Angermünde hat die
Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau e.V. Angermünde
sowie Mitglieder des ver.di-Bezirkes Uckermark/Barnim und der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA Barnim) gestern Vormittag auf die Lage der Hartz IV-Empfänger aufmerksam gemacht.

Die Initiatorin Birgit Kühr teilte mit, dass es das Ziel der Protestaktion war, auf die Nöte von Uckermärkern aufmerksam zu machen, aufzurütteln und die wachsende Kinderarmut anzuprangern. Hartz IV bedeutet nicht nur Armut, sondern auch Ausgrenzung, medizinische Unterversorgung und schlechtere Schulbildung. Zudem zielte die Aktion darauf ab, die Bürgerinnen und Bürger über ihre Rechte zu informieren.

Der ver.di–Vertreter Carsten Zinn findet solche Aktionen wichtig, weil angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in der Uckermark starke Zeichen gesetzt werden müssen.

Ingo Waligura vom Aktionsbündnis verlangte gegenüber dem Grundsicherungsamt, dass die Behörde nicht nur fordern, sondern auch fördern sollte. Lediglich Hartz-IV-Betroffene zu verwalten, bringe niemanden weiter.

Scharfe Kritik wurde von Mitgliedern der AfA Barnim an den Ein-Euro-Jobs geübt, die vor zwei Jahren eigentlich nur für kurze Zeit angelegt werden sollten. Hier lautete die Forderung der Demonstranten: Weg mit den Ein-Euro-Jobs!
Denn inzwischen stoßen sich einige Träger mit der damit verbundenen Kopfprämie von durchschnittlich 168 Euro im Monat auf Kosten der sozial Benachteiligten gesund. Expliziert benannt wurden hierbei die Träger Märkische Ausbildungsgesellschaft, Qualifizierungs- und Trainingszentrum Pinnow e.V. (MAQT) und der Regionale Förderverein Pinnow e.V.
Die Ein-Euro-Jobber selbst bekommen nur 139 Euro im Monat, einen Zuverdienst, auf den viele angewiesen sind. Als weitere Argumente gegen die Ein-Euro-Jobs wurden angeführt, dass sie sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verdrängen und mit Dienstleistungen zu Dumpinglöhnen den heimischen Kleinunternehmen eine starke Konkurrenz bereiten.

Das Grundsicherungsamt Angermünde selbst nahm die Mahnwache zur Kenntnis, beteiligte sich aber nicht an der Debatte. Die Chefin dieser Behörde, Frau Nitzschmann, ließ sich entschuldigen. Auch die Vertretung des Amtes in Angermünde war nicht abkömmlich, mit den Demonstranten zu sprechen.

Immer wieder suchten die Demonstranten vor dem Grundsicherungsamt das Gespräch mit Passanten und wollten mehr über andere Schicksale erfahren. So berichtete Ivonne Mosisch, dass sie die Uckermark verlassen wird. Wahrscheinlich werde sie nach Berlin ziehen, um dort einen ordentlichen Job zu finden. Die Zahnarzthelferin bekam zuletzt pro Monat 1100 Euro Brutto von ihrem Arbeitgeber. Dafür musste sie 40 Stunden die Woche arbeiten. Derzeit ist die junge Frau ohne Arbeit.

Händeringend nach Arbeit sucht auch Karin Wittenbecher. Ein ordentlicher Arbeitsplatz wurde ihr vom Grundsicherungsamt noch nicht angeboten, wie sie sagt. "Man wollte mich ins Ausland schicken. Doch mit einem kleinen Sohn bin ich da als alleinerziehende Mutter gehandicapt".

Verfasser: Dr. Andreas Steiner

Weitere Quellen:
TVAL; 06.03.2007
Protest gegen Ein-Euro-Jobs: Märkische Oderzeitung; 06.03.2007

 
 

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