Fällaktionen stoßen nicht nur auf Gegenliebe

Veröffentlicht am 09.11.2005 in Kommunalpolitik

Kreis Barnim (MOZ) Die zweite Baumschau dieses Jahres ist in vollem Gange. Bis Mitte November will die Straßenmeisterei des Landesbetriebes für Straßenwesen ihre Kontrollen beendet haben. Im Visier der Gutachter sind vor allem Bundes- und Landesstraßen.

Die Männer um Straßenmeisterei Eckhard Schwitalski haben jetzt einen vollen Terminplan. Auf 250 Kilometer Straße ist der Baumbestand links und rechts der Fahrbahn zu kontrollieren. Unterstützung gibt es von den Fachleuten der unteren Naturschutzbehörde. "Der Kreis steht uns beratend zur Seite. Die Entscheidung, ob ein Baum gefällt werden muss oder nicht, ist unsere Hoheit", sagt Schwitalski.

Der Tuchener Konrad Polczynski sieht den Einsatz von Kreis und Straßenmeisterei eher skeptisch. Warum auf der Landes- beziehungsweise Kreisstraße zwischen Tuchen und Grüntal so viele Bäume gefällt wurden, will ihm gar nicht einleuchten. "Das ist eine herrliche Kastanienallee. Da müsste ein fachgerechter Kronenschnitt ausreichen", beanstandet der 61-Jährige. Dass es auch anders geht, zeige sich in Mecklenburg-Vorpommern. "Dort haben Baum erhaltende Maßnahmen Vorrang. Und ein Alleeprogramm gilt ja wohl auch für Brandenburg", sagt Polczynski. Sein zähes Ringen um den Schutz der Bäume hatte verhindert, dass die drei Linden am Kirchplatz in Tuchen der Säge zum Opfer fielen (MOZ berichtete). "Jetzt werden schon wieder Bäume gefällt, die keinerlei Schäden aufweisen", ärgert sich Polczynskis. "Der Kreis hat an dieser Aktion keine Aktie. In jüngster Zeit wurden auf der Kreisstraße 6006 von Ackermannshof bis zur Landesstraße 29 in Richtung Tuchen/Klobbicke keinerlei Baumfällung in Auftrag gegeben", sagt Kreissprecher Christian Trill. Aufgrund der hoheitlichen Regelung zwischen Straßenmeisterei und unterer Naturschutzbehörde bedarf es eines solchen Auftrages auch nicht. "Wir gehen keinerlei Risiko ein. Für uns hat Sicherheit für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer oberste Priorität", sagt Schwitalski, wohl wissend, dass er mit seinem Standpunkt nicht überall auf Gegenliebe stößt.

Von den an der Baumschau beteiligten Fachleuten besonders gefürchtet ist der Brandkrustenpilz. Er gilt als gefährlichster Baumzerstörer, da er eine intensive Weißfäule im Holz verursacht. Der Schaden zeigt sich vornehmlich im Wurzel- oder bodennahen Bereich, seltener in höheren Stammregionen und ist von außen oft überhaupt nicht sichtbar. Das tückische am Brandkrustenpilz: Vom Kronenbild her symptomfreie Bäume können ohne erkennbare äußere Zeichen plötzlich umbrechen. Häufig betroffene Baumarten sind Buche, Linde, Platane, Rosskastanie und Ulme.

Mitte des Monats soll die Baumschau beendet sein. Die nachfolgenden Fällmaßnahmen werden die Männer der Straßenmeister bis zum Beginn des nächsten Jahres beschäftigen. Angefangen wird in Eberswalde, dann geht es in das Niederbarnimer Amt Biesenthal-Barnim. Von einzelnen Nachpflanzungen hält Schwitalski nichts. "Jungbäume gedeihen besser, wenn sie sich nicht als Lückenfüller behaupten müssen", verweist der Straßenmeister auf die L 23 zwischen Golzow und Autobahnanschluss und die B 58 von Lüdersddorf nach Angermünde.

Quelle: Märkische Oderzeitung, 08.11.2005

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