Barnimer Politiker für fünfte Polizeidirektion

Veröffentlicht am 28.08.2010 in Unterbezirk

Eberswalde (moz) Der Vorschlag, in Eberswalde eine fünfte Polizeidirektion zu bilden, trifft im Barnim auf offene Türen. Die SPD-Vorstände aus dem Barnim und der Uckermark hatten dies als Alternative zur vorgesehenen Polizeisturkturreform gefordert. Sowohl Thomas Jakobs (CDU) als auch Margitta Mächtig (Linke) vertreten diese Position.

Nach den Plänen des Innenministeriums soll es künftig in Brandenburg nur vier Polizeidirektionen geben, die die Arbeit der Kripo und der Wachen leisten beziehungsweise anleiten. Wie gestern berichtet, fordern die SPD-Vorstände im Barnim und in der Uckermark sowie die Landräte Bodo Ihrke und Dietmar Schulze stattdessen die Einrichtung einer fünften Direktion in Eberswalde.

Der Barnimer CDU-Kreisvorsitzenden Thomas Jakobs unterstützt das Modell einer fünften Direktion. Dies sei eine Möglichkeit, die Sicherheitsfragen in den Griff zu bekommen. Das Argument, dass die neue Direktion mit den Kreisen Barnim, Uckermark und Oberhavel nicht mit der Aufteilung der Landgerichtsbezirke übereinstimmt, sei „nicht stichhaltig“. Viel gravierender seien die negativen Auswirkungen der Polizeireform in ihrer gegenwärtigen Form.

Dass dies nicht der Fall sein wird, da ist sich Margitta Mächtig, die Fraktionsvorsitzende der Linke im Kreistag, sicher: „Es muss eine fünfte Direktion in Eberswalde geben.“ Die große Region zwischen der Odergrenze und Berlin erfordere eine Direktion. Auch bei den Plänen für die Polizeiwachen geht sie nicht mit und fordert mit Blick auf Eberswalde: „Ich kann mir eine 12-Stunden-Wache nicht vorstellen. Wir wollen, dass die Sicherheit rund um die Uhr und in jedem Ort gewährleistet ist.“

Auch hier herrscht Einigkeit mit der SPD. Petra Bierwirth, Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Barnim, fordert „rund um die Uhr besetzte Polizeiwachen“. Dass eine Schließung der Wache in Eberswalde und die Betreuung durch Beamte von Bernau aus auch für den südlichen Barnim Konsequenzen hätte, darauf weist Thomas Jakobs hin. „Dies hätte negative Folgen für das Sicherheitsempfinden im Barnim.“

Grundsätzlich sind sich die drei Politiker auch beim Erhalt des Landeskriminalamtes (LKA) in Eberswalde einig. Jakobs erinnert daran, dass die Zusammenführung der LKA-Standorte in Eberswalde als Kompensation für die einstige Auflösung des Polizeipräsidiums war. Viele Menschen seien im Vertrauen darauf in den Barnim gezogen.Auch wenn nur die Leitung des LKA in Potsdam angesiedelt werde, gefährde dies die Existenz des gesamten Standortes, mit nachteiligen Auswirkungen für ganz Ostbrandenburg. Unabhängig von Fragen der inneren Sicherheit hätte dies auch Folgen für die Infrastruktur.

 
 

 

 

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