Wer, wenn nicht wir

Veröffentlicht am 23.10.2005 in Allgemein

Carsten Zinn

Carsten Zinn, Vorsitzender des ver.di-Landesbezirkserwerbslosenausschusses, will mehr Service bieten. Carsten Zinn ist seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Gewerkschaft aktiv. Seit 2005 ist er wieder Vorsitzender des ver.di-Landesbezirkserwerbslosenausschusses. Carsten Zinn lebt in Eberswalde.

ver.di PUBLIK: In welchen Bereichen der Erwerbslosenarbeit muss ver.di besser werden?

ZINN: Wir müssen für die Erwerbslosenarbeit bessere Voraussetzungen schaffen. Vor allem in der Fläche, besonders in den ländlichen Gegenden Brandenburgs, benötigen wir gewerkschaftliche Anlaufstellen. Das Vorbild der Berliner Ortsverbände ist ein positives Beispiel, das Schule machen sollte.

ver.di PUBLIK: Die Situation in unserer Region ist nicht einfach. Welche Angebote muss ver.di speziell für die Erwerbslosen machen?

ZINN: Ich bin überzeugt, dass wir viele interessante Themen haben, die die Leute bewegen. Aber ver.di muss sich mehr den Inhalten zuwenden. Gerade für die immer schwieriger werdende politische Arbeit müssen wir mehr Ehrenamtliche gewinnen. Gerade für unsere Region ist es besonders wichtig, dass sich ver.di in die arbeitsmarktpolitische Diskussion einmischt, denn im Osten Deutschlands ist die Zahl der erwerbslosen Gewerkschaftsmitglieder doppelt so hoch wie im Westen.

ver.di PUBLIK: Viele Mitglieder, die einen festen Job haben, fühlen sich von der Erwerbslosenarbeit nicht angesprochen, weil sie direkt nicht betroffen sind.

ZINN: Das ist ein Problem. Solidarität ist aber wichtig. Arbeitslosigkeit kann schließlich jeden treffen. Das geht sehr schnell. Daher brauchen wir den Zusammenhalt der ganzen Organisation. Wer alleine kämpft, kann schnell untergehen. Aber zusammen sind wir stark.

ver.di PUBLIK: Welche Ziele sollte ver.di in Zukunft konsequent verfolgen?

ZINN: Oberste Priorität in der Gewerkschaftsarbeit muss die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen haben. Fast ein Fünftel der Vollerwerbstätigen in Brandenburg arbeitet zudem im Niedriglohnsektor. Daher ist die Einführung eines Mindestlohnes insbesondere für den Osten ein wichtiges Thema. Wir brauchen auch innerhalb der Gewerkschaft mehr politische Bildung, damit die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge erkannt werden können. Mir macht der Rechtsradikalismus große Sorgen. Auch bei der letzten Bundestagswahl hat die NPD in vielen Orten in Brandenburg Stimmen einfangen können. Ich bin überzeugt, dass die Erwerbslosigkeit und die damit verbundene Perspektivlosigkeit der Nährboden für die Rechtsradikalen sind. Nicht nur deswegen ist das Thema „Arbeit“ so wichtig für alle Bereiche unserer Organisation.

(Quelle: ver.di PUBLIK 11 November 2005; Regionalseite Berlin-Brandenburg)

 
 

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