Deutschland will keine Atomkraft

Veröffentlicht am 26.04.2010 in Umwelt

Eine Ohrfeige für schwarz-gelbe Atompolitik: 120.000 Menschen bildeten am Samstag eine Kette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel und setzten ein deutliches Zeichen gegen Laufzeitverlängerungen. Auch Tausende Sozialdemokraten hatten sich eingereiht. In zwei Tagen jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl.

Der öffentliche Widerstand gegen die Pläne der Bundesregierung, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern wächst. Am Samstag bildeten 120.000 beim großen Anti-AKW-Aktionstag "KettenreAktion" eine Menschenkette quer durch Schleswig-Holstein und Hamburg – 120 Kilometer von den Atomkraftwerken Brunsbüttel bis nach Krümmel. In Hamburg sollen die Demonstranten zum Teil sogar in Vierer-Reihen gestanden haben.

Auf einer Landstraße in der Nähe von Elmshorn reihten sich SPD-Parteichef Sigmar Gabriel und Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Trittin bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam in die Kette ein. "Der liebe Gott scheint Atomkraftgegner zu sein,“ so Gabriel. "FDP und CDU versuchen den Atomausstieg rückgängig zu machen. Dagegen wehren wir uns gemeinsam!"

Zu der Aktion aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus Umwelt- und Anti-AKW-Initiativen. Auch die SPD hatte mobilisiert und verstärkte mit Tausenden Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die Kette.
Schwarz-Gelb spielt mit der Sicherheit der Menschen
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Als „Riesenerfolg“ bezeichnete der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel die Aktion, an der er neben vielen anderen SPD-Spitzenpolitikern teilnahm. Die Hochrisiko-Technologie habe nichts mit dem Gemeinwohl zu tun, sondern nutze ausschließlich den Interessen der vier großen Atomkonzerne. „Wer alte Pannenreaktoren länger laufen lassen will, spielt mit der Sicherheit der Menschen“, so Gabriel – und riskiere, das „Job-Wunder“ bei den erneuerbaren Energien zu beenden. In dieser Branche sind mit über 300.000 Menschen bereits jetzt ein vielfaches mehr als in der Atomindustrie beschäftigt.

Der SPD-Vorsitzende verwies darauf, dass auch kein sicheres Endlager für hochradioaktiven Atommüll zur Verfügung stehe und kritisierte die Fokussierung der Bundesregierung auf Gorleben. „Wir brauchen klare, wissenschaftlich fundierte Kriterien für den bestgeeigneten Standort“, fordert Gabriel.
Proteste auch in NRW und Hessen
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Weitere rund 20.000 Menschen kamen am Samstag zu Aktionen gegen Atomkraft in Nordrhein-Westfalen am Zwischenlager Ahaus, an der Urananreicherungsanlage in Gronau sowie im hessischen Biblis zusammen.

"Das ist der Auftakt des Widerstandes", rief Gabriel den Demonstranten auf einer Kundgebung in Elmshorn nach Abschluss der Menschenkette zu. Über 120.000 Demonstranten alleine an der Menschenkette beweisen: Die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands wollen den Atomausstieg! Deshalb müsse der von Rot-Grün ausgehandelte Atomkonsens verteidigt werden. Im Falle eines Siegs bei der NRW-Landtagswahl Anfang Mai versprach Gabriel, im Bundesrat die Regierungspläne für die Ausdehnung der AKW-Laufzeiten zu verhindern. Gabriel: "Die Landtagswahl in NRW ist auch eine Abstimmung über den Atomausstieg."

 
 

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